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NEWS 1.10.2026 · 14 Min. Lesezeit · Kamil Juřík

Microsoft 365 im September 2026: Copilot per Lizenz und per Credits, Copilot in SharePoint live und weitere Standards

Monatsüberblick zu Microsoft 365 und SharePoint Online. Copilot hat ein neues Preismodell – Lizenz plus Credits –, Copilot in SharePoint und OneDrive ist allgemein verfügbar, und HTML-Seiten in SharePoint lassen sich nicht mandantenweit abschalten.

Den August haben wir mit der Beobachtung abgeschlossen, dass auffallend viele Neuerungen gleich eingeschaltet ankommen. Der September hat daran angeknüpft – und Geld ins Spiel gebracht. Microsoft teilt Copilot in zwei Teile: Die alltägliche Arbeit deckt weiterhin die Lizenz ab, erweiterte Funktionen werden nach Verbrauch in Credits bezahlt. Am selben Tag kündigte Microsoft die allgemeine Verfügbarkeit von Copilot in SharePoint und OneDrive an und wenige Tage später HTML-Seiten in SharePoint, die sich nicht für den gesamten Mandanten abschalten lassen. Das ist die sechste Ausgabe unseres Monatsüberblicks – was der September 2026 gebracht hat und was daraus folgt.

Das Wichtigste in einfachen Worten

Eine kurze Zusammenfassung für alle, die SharePoint und Microsoft 365 einfach im Alltag nutzen:

  • Copilot hat zwei Preisschilder. Chat und Copilot in Word, Excel oder Outlook deckt weiterhin die Lizenz ab. Neue erweiterte Funktionen – etwa Cowork, das selbstständig mit E-Mails, Dateien und dem Web arbeitet – werden nach Verbrauch bezahlt.
  • Copilot in SharePoint und OneDrive ist ein fertiges Produkt. Seit dem 30. September ist es keine reine Vorschau mehr. Alltägliche Funktionen sind in der Lizenz enthalten, aufwendigere Arbeit kostet Credits.
  • Webseiten aus HTML. SharePoint wird eine HTML-Datei als normale Intranetseite anzeigen – egal, ob Copilot sie erstellt oder jemand sie hochgeladen hat.
  • Pläne aus Teams-Besprechungen löschen sich selbst. Ein Planner-Plan, der aus einer Besprechung entstanden ist, verschwindet nach 180 Tagen ohne eine einzige Aufgabenänderung.
  • Teams im Web zieht auf eine neue Adresse um – teams.cloud.microsoft, genau wie Copilot im August.

Wenn Ihnen das genügt, haben Sie das Gesamtbild. Wer Zusammenhänge und Details möchte, liest weiter.

Copilot per Lizenz und per Credits

Die wichtigste Nachricht des Monats kam am 25. September (MC1479276). Microsoft teilt Copilot in „Everyday AI“ in der Lizenz pro Benutzer und „Advanced AI“, bezahlt nach Verbrauch in Copilot Credits. In der Lizenz bleiben Chat, Copilot in Word, Excel, PowerPoint, Outlook und Teams sowie die Modellauswahl. Über Credits laufen Cowork, das neue Code (baut aus einer Beschreibung einfache Apps und Dashboards), Autopilot (ein dauerhafter persönlicher Agent, früher Scout), die leistungsfähigsten Modelle und erweiterte SharePoint-Funktionen. Die Einführung beginnt im vierten Quartal.

Die gute Nachricht für große Mandanten: In Enterprise-Umgebungen wird nichts abgerechnet, bis ein Administrator eine Ausgabenrichtlinie (Spending Policy) im Microsoft 365 Admin Center anlegt. Die neuen Funktionen sehen die Benutzer aber trotzdem – ohne Richtlinie erscheint eine Meldung mit der Option „Request access“ (ab Oktober, bei verzögerter Veröffentlichung ab November). Rechnen Sie also mit Fragen, warum „das bei uns nicht geht“.

Zwei Dinge sollten Sie sofort prüfen:

  • „Auto-apply new services“ ist in allen Ausgabenrichtlinien standardmäßig eingeschaltet (MC1470425). Eine Richtlinie, die Sie für einen einzigen Dienst angelegt haben, übernimmt automatisch jeden neuen Dienst, der mit Credits bezahlt wird – etwa die erweiterten SharePoint-Funktionen. Wer das nicht möchte, muss die Option in jeder Richtlinie abschalten.
  • Neu über CSP gekaufte Copilot-Business-Lizenzen haben ab dem 1. Dezember Credits standardmäßig eingeschaltet. Partner Center legt für sie eine Standardrichtlinie mit einem Limit von 4.000 Credits pro Benutzer und Monat an, die sich nicht vollständig abschalten, sondern nur auf null begrenzen lässt. Vorerst nimmt Microsoft elf Länder davon aus – Deutschland gehört dazu, Österreich und die Schweiz stehen nicht auf der Liste. Einen festen Preis pro Credit nennt die Copilot-Preisliste nicht; in Beispielrechnungen geht Microsoft von 0,01 USD pro Credit aus, die Standardobergrenze entspräche damit bis zu rund 40 USD pro Benutzer und Monat zusätzlich zur Lizenz.

Dazu kommen neue Modelle (MC1483844): GPT-6.1 Sol und Claude Sonnet 5.5 kommen im Rahmen der Lizenz und standardmäßig eingeschaltet in Word, Excel, PowerPoint und Chat (Claude nur dort, wo der Unterauftragsverarbeiter Anthropic zugelassen ist). Claude Fable 5.1 und GPT 6 Astra gibt es nur gegen Credits – in Cowork seit September, in Chat und Office von Anfang bis Mitte November (MC1519122). Was die Copilot-Preisliste sonst nicht verrät, haben wir im Artikel Was in der Preisliste von Microsoft 365 Copilot nicht steht beschrieben.

Copilot in SharePoint und OneDrive geht live

Seit dem 30. September ist Copilot in SharePoint allgemein verfügbar (RM501451), und mit ihm Copilot in OneDrive im gleichen Lizenzmodell. Fragen zu Inhalten, das Erstellen von Seiten, Metadaten und Skills bleiben in der Copilot-Lizenz. Über Credits laufen Arbeit in großem Maßstab, Bildgenerierung in Bibliotheken, KI-Analysen von Websites und nahezu sofortiges Ausfüllen von Metadaten – und vor dem Verbrauch von Credits müssen Benutzer bestätigen.

Für Administratoren ist der 1. November entscheidend. Bis dahin gilt die Abmeldung von der Vorschau per PowerShell (KnowledgeAgentScope); danach wird die Verfügbarkeit nur noch in den KI-Einstellungen der einzelnen Websites und über Restricted Content Discovery gesteuert. Wer Copilot in SharePoint im Sommer per Skript abgeschaltet hat, hat für die neue Steuerung nur noch wenige Tage.

HTML-Seiten: eingeschaltet und ohne mandantenweiten Schalter

Im August haben wir geschrieben, dass SharePoint HTML als Seite anzeigen wird. Im September kündigte Microsoft die Funktion an (MC1479517) und ergänzte im Oktober in einem Blogbeitrag einen Satz, den man kennen sollte: HTML-Seiten lassen sich nicht für den gesamten Mandanten abschalten. Abschalten kann sie nur der Besitzer einer bestimmten Website in deren Bibliothek „Websiteseiten“ (Site Pages).

HTML, das Copilot erstellt hat oder das von woanders hochgeladen wurde, wird in der Bibliothek „Websiteseiten“ gespeichert und mit Kopfzeile, Navigation und Fußzeile der Website angezeigt – inklusive Entwurf, Veröffentlichung und Analysen. Es läuft in einem isolierten Rahmen (Sandbox), darf nur ausgewählte Bibliotheken aus dem Microsoft-CDN laden und liest Live-Daten aus SharePoint-Listen, Excel und CSV. Eine Copilot-Lizenz braucht man nur für das Erstellen mit Copilot – HTML hochladen und veröffentlichen kann jeder, der auf der Website Bearbeitungsrechte hat. Die Vorschau läuft ab Oktober, die allgemeine Verfügbarkeit folgt von Mitte November bis Ende Dezember.

Für Intranets bedeutet das eine neue Governance-Frage: Wer darf auf welchen Websites Seiten veröffentlichen, die nicht im SharePoint-Editor entstanden sind?

Was sich von selbst eingeschaltet hat

Die Septemberausgabe der Liste aus dem August. Nichts davon ist an sich schlecht – es ist nur besser, vorher zu entscheiden, als es vom Helpdesk zu erfahren:

  • Hochladen „erweiterter“ Agenten (mit Aktionen oder einem MCP-Server): Hat ein Administrator bis zum 25. Oktober nichts festgelegt, dürfen alle sie hochladen (MC1472007).
  • Melden verdächtiger Nachrichten in Teams an Defender wird am 25. Oktober eingeschaltet, sofern sich das Unternehmen nicht abmeldet (MC1478463, nur mit Defender for Office 365 P1/P2 oder E5).
  • Die Richtlinie für bedingten Zugriff für riskante Benutzer, die Microsoft in Mandanten mit Entra ID P2 im reinen Berichtsmodus angelegt hat, schaltet sich in der Woche ab dem 28. Oktober selbst ein (MC1476122). Nehmen Sie Notfallkonten davon aus.
  • Neue Besprechungssteuerung in Teams mit zweistufiger Bestätigung beim Bildschirmteilen kommt von Mitte bis Ende Oktober und lässt sich mandantenweit nicht abschalten (MC1317197).
  • Ein Eingabefeld direkt auf der Copilot-Schaltfläche in Word, Excel und PowerPoint (Alt+C) – einen eigenen Schalter gibt es nicht (MC1470885).

Governance: Aufbewahrung für Copilot und Bezeichnungen im großen Stil

Zwei Änderungen in Microsoft Purview aus dem September verdienen Aufmerksamkeit – auch in Unternehmen, die Purview nur „mit halber Kraft“ nutzen:

  • Aufbewahrungsrichtlinien für Teams decken Copilot nicht mehr ab (MC1481313). Ältere Teams-Richtlinien galten bisher auch für Unterhaltungen mit Copilot; von Ende Oktober bis Mitte November verhalten sie sich nur noch wie Teams-Richtlinien. Wer Copilot-Unterhaltungen aufbewahren – oder im Gegenteil löschen – muss, braucht dafür eine eigene Richtlinie.
  • Die Standardbezeichnung einer Bibliothek auch für ältere Dateien (MC1477181). Eine als Standard für eine SharePoint-Bibliothek festgelegte Vertraulichkeitsbezeichnung erhielten bisher nur neue und geänderte Dateien. Eine neue Richtlinie vergibt sie auch an Dateien, die schon vorher in der Bibliothek lagen – vorerst eine Richtlinie pro Mandant und höchstens zehn Websites.

Auch ein Versprechen aus dem August wurde eingelöst: Automatische Bezeichnung von bis zu 500.000 Dateien pro Tag durchlief im September die Vorschau und ist seit Oktober allgemein verfügbar. Die Simulation von Richtlinien verarbeitet jetzt 20 Millionen Elemente statt 4 Millionen. Gleichzeitig stellt Microsoft ab dem 30. November die klassische Oberfläche von DSPM und DSPM for AI ein (MC1481315) – alles wandert in ein einheitliches DSPM im Purview-Portal.

Identität: SMS auf dem Rückzug, eigener Anbieter ab 30. Oktober

Im September hat Microsoft das Ende von SMS und Sprachanrufen zur Authentifizierung präzisiert (MC1426371). Der Termin 1. Februar 2027 bleibt, für globale Administratoren und externe Benutzer gilt der 1. Juli 2027. Neu gibt es eine vorübergehende Abmeldung von der automatischen Aktivierung von Passkeys bis zum 1. Februar – danach wird die Registrierung eines Passkeys für Benutzer, denen nur noch SMS bleibt, verpflichtend. Wer SMS wirklich braucht, kann ab dem 30. Oktober über den Microsoft Security Store einen eigenen Anbieter wählen; den Vertrag schließt das Unternehmen allerdings selbst ab. Die Anmeldung nur mit SMS-Code ohne Kennwort (typisch für Mitarbeitende in der Produktion oder im Außendienst) endet am 1. Februar 2027 – auch mit eigenem Anbieter (MC1474104).

Teams und Outlook im September

  • Teams im Web zieht auf teams.cloud.microsoft um (MC1465764). Eine Ausnahme von der Umleitung lässt sich nur bis zum 31. Dezember halten. Wie bei Copilot im August gilt: In Firewall und Proxy muss die gesamte Domain *.cloud.microsoft freigegeben sein.
  • Aus Besprechungen erstellte Planner-Pläne werden nach 180 Tagen Inaktivität gelöscht (MC1479508). Das betrifft nur neue Pläne, das Öffnen eines Plans zählt nicht als Aktivität, und der Organisator wird 30 und 7 Tage vorher gewarnt. Die ersten Pläne können also frühestens im Frühjahr 2027 verschwinden.
  • Anlagen in Outlook im Web und im neuen Outlook unterliegen dem bedingten Zugriff (MC1472591). Eine für Exchange Online eingerichtete Ausnahme gilt nicht für Anlagen – die Meldung „Anlage lässt sich nicht öffnen“ kann also eine Richtlinie sein, kein Fehler von Outlook.
  • Teams Events nach neuer Lizenzierung (MC1479512): Microsoft-365-Business-Pläne enthalten nur grundlegende Funktionen für Veranstaltungen, die erweiterten gibt es in Teams Enterprise. Wer Webinare veranstaltet, sollte die Lizenzen der Organisatoren prüfen.

Verschiebungen und Korrekturen

Die Rubrik verfolgt auch, was sich verschoben hat oder nicht nach Plan lief:

  • Das Abschalten der Einmalkennungen (OTP) für externe Freigaben findet nicht „im Oktober“ statt, wie wir im August schrieben. Microsoft hat es am 1. Oktober auf Mitte Oktober bis Ende November verteilt (MC1243549).
  • Das neue Freigabemodell mit einem Hauptlink wird von Anfang Oktober bis Ende November ausgerollt (zuvor Mitte September bis Ende Oktober). Auf seiner Herbstveranstaltung zu OneDrive kündigte Microsoft an, auch eine Ablaufsteuerung für diese Links vorzubereiten – noch ohne Datum.
  • Copilot UX components und SPFx 1.24 sollen im Oktober allgemein verfügbar werden; Stand 24. Oktober ist allerdings erst der erste Release Candidate von SPFx 1.24 erschienen (React 18 bestätigt). Die neue SPFx-CLI wurde auf Version 1.25 verschoben.
  • HTML-Seiten starten im Oktober nur als Vorschau; allgemein verfügbar werden sie ab Mitte November.
  • Copilot Notebooks: Im August schrieben wir, sie hätten „neu“ zwei verbundene Formen. Tatsächlich hat Microsoft die allgemeine Verfügbarkeit auf den Übergang von September zu Oktober verschoben (MC1420901).
  • Self-Service-Kennwortzurücksetzung nur mit registrierten Methoden gilt ab dem 7. November – Microsoft nennt im Titel seiner Meldung den 9. November, im Zeitplan den 7. November; registrieren Sie die Methoden bis zum 6. November (MC1325414).
  • Den Umstieg von OneDrive auf dem Mac auf eine neue Synchronisierungs-Engine, über den wir im August schrieben, haben wir in den Septembermeldungen von Microsoft nicht wiedergefunden. Bestätigt ist nur eine Vorschau der Synchronisierung von bis zu einer Million Elementen auf dem Mac.

Fristen: was kommt

Im Oktober sind bereits das Ende von Teams Live Chat (5.10.), das Supportende für Office LTSC 2021 und Windows 11 24H2 Home und Pro (13.10.) sowie das Löschen alter Whiteboard-Tafeln (16.10.) vorbei. Seit dem 10. Oktober reicht außerdem in Mandanten, die EWS ausdrücklich eingeschaltet haben (EWSEnabled=True), der Schalter allein nicht mehr – EWS erhalten nur noch Apps auf der Liste EWSAllowedAppIDs.

TerminWas endet / sich ändert
Mitte Okt.–Ende Nov. 2026Ende der Einmalkennungen (OTP) für externe Freigaben in SharePoint und OneDrive – Umstieg auf Entra B2B
25.10.2026Hochladen erweiterter Agenten für alle erlaubt, sofern kein Administrator entschieden hat; Meldungen aus Teams an Defender eingeschaltet
28.10.2026Entra ID P2 – Richtlinie für riskante Benutzer schaltet sich selbst ein
30.10.2026Eigener SMS-Anbieter über den Microsoft Security Store; mandantenübergreifende Kalenderfreigabe über Cross-Tenant Access Policy
1.11.2026Ende der PowerShell-Abmeldung für Copilot in SharePoint
3.11.2026Entra – Ende des Operators MemberOf in dynamischen Gruppen
7.11.2026Entra – Self-Service-Kennwortzurücksetzung nur mit registrierten Methoden
November 2026Targeted Release – keine Änderungen der Zuweisungen mehr (vollständiges Ende im Januar 2027)
30.11.–31.12.2026Purview – Ende des klassischen DSPM und DSPM for AI
1.12.2026Copilot Business über CSP mit standardmäßig eingeschalteten Credits (Deutschland vorerst ausgenommen)
31.12.2026Ende der Ausnahme von der Umleitung auf teams.cloud.microsoft; zum Jahresende auch SMTP AUTH mit Standardauthentifizierung (Basic) standardmäßig aus
31.1.2027Restricted SharePoint Search endet (Ersatz: Restricted Content Discovery)
1.2.2027Ende der von Microsoft bereitgestellten Verifizierung per SMS und Sprachanruf
1.3.2027Klassische Veröffentlichungswebsites – keine neuen mehr
1.4.2027EWS endgültig abgeschaltet; Graph-Datei-APIs liefern keine vorab authentifizierten URLs mehr
April 2027SharePoint-Agenten im Format .agent funktionieren nicht mehr
1.7.2027Remote Event Receivers – endgültiges Datum; SMS und Anruf auch für globale Administratoren und externe Benutzer
1.10.2028Klassische SharePoint-Seiten schreibgeschützt

Zwei Punkte der Tabelle betreffen Entwickler und Integrationen stärker, als es scheint. Vorab authentifizierte URLs in den Graph-Datei-APIs (MC1492958) nutzen viele ältere Integrationen und eigene Lösungen – ohne Anpassung können sie nach dem 1. April 2027 ausfallen. Und SharePoint-Agenten im Format .agent lassen sich ab Mitte November per Schaltfläche „Upgrade“ in Agenten des neuen Agent Builder umwandeln (danach müssen sie erneut zu Chats und Kanälen in Teams hinzugefügt werden); nach März 2027 funktionieren sie nicht mehr.

Was als Nächstes kommt

  • Targeted Release endet (MC1490899). Ab November lässt sich nicht mehr ändern, wer neue Funktionen früher erhält; im Januar 2027 lösen Frontier, Standard und Deferred Release das Modell ab. Wenn Sie eine Pilotgruppe für Neuerungen haben, sollten Sie sie jetzt neu einrichten.
  • Plugins statt Agents (MC1484008) – Agenten, Skills und Konnektoren laufen bis Ende November in einem Katalog zusammen, und die Schaltfläche „Agents“ wird durch „Plugins“ ersetzt.
  • Copilot Search als Standardsuche in SharePoint und OneDrive für Benutzer mit Copilot-Lizenz – allgemein verfügbar im Januar 2027.
  • Archivierung von Dateien per Aufbewahrungsrichtlinie in Microsoft 365 Archive (MC1325441, Mitte November bis Anfang Dezember) – archivierte Inhalte indexiert Copilot nicht.
  • Ab dem 4. November dürfen normale Benutzer in Entra „Agent Blueprints“ anlegen, sofern ein Administrator das nicht abschaltet (MC1506733).

Kleinigkeiten, die eine Erwähnung verdienen

  • Die Größe der Website-Metadaten wird ab dem 20. Oktober neu berechnet (MC1478966) – einschließlich der Felddaten von Bibliotheken. Eine Website, die nach der Neuberechnung das Limit von 1 TB überschreitet, kann keine neuen Metadaten mehr hinzufügen.
  • Microsoft 365 Backup hat die Grenzen auf eine Million Elemente pro Workload angehoben und im Oktober ein Aktivitätsprotokoll ergänzt; im Dezember soll die Sicherung von Teams und Kanälen folgen. Achtung: Wer die Aufbewahrungsdauer verkürzt, verliert nach 30 Tagen ältere Wiederherstellungspunkte.
  • Excel canvas (MC1485411) – Copilot erstellt aus den Daten einer Arbeitsmappe einen interaktiven Bericht, der sich selbst aktualisiert.
  • Power Automate und Datei-Miniaturansichten (MC1454816) – die Aktion für die Miniaturansicht einer SharePoint-Datei liefert seit dem 18. September ein Bild statt einer URL, und Flows, die auf der alten URL aufbauen, können fehlschlagen.
  • Postfacharchive bis 3 TB ohne Aufpreis und ohne Konfiguration (MC1472592).

Was Sie aus dem September mitnehmen sollten

Drei Dinge zum Merken:

  1. Copilot hat zwei Preisschilder. Die Lizenz deckt die alltägliche Arbeit ab, erweiterte Funktionen kosten Credits. Prüfen Sie Ihre Ausgabenrichtlinien, schalten Sie „Auto-apply new services“ dort ab, wo Sie keine automatische Erweiterung wollen, und vereinbaren Sie beim Kauf über CSP ein Limit mit Ihrem Partner.
  2. Copilot in SharePoint ist ein fertiges Produkt, und PowerShell reicht nicht mehr. Ab dem 1. November wird seine Verfügbarkeit nur noch in den Website-Einstellungen und über Restricted Content Discovery gesteuert.
  3. Prüfen Sie, was sich von selbst einschaltet. Hochladen von Agenten, Meldungen aus Teams, die Richtlinie für riskante Benutzer, HTML-Seiten – entscheiden Sie bei jedem Punkt bewusst, ob er bei Ihnen laufen soll.

Bei EP365 begleiten wir solche Übergänge fast täglich – und nach dem September erwarten wir die meisten Fragen zur Einrichtung der Copilot Credits (welche Ausgabenrichtlinien mit welchen Limits), zur Steuerung von Copilot in SharePoint ohne PowerShell und zu Regeln für das Veröffentlichen von Seiten (wer HTML ins Intranet hochladen darf). Wenn Sie auf etwas davon stoßen und nicht wissen, wo Sie anfangen sollen, sehen Sie sich unsere Leistungen an oder schreiben Sie uns – wir besprechen es unverbindlich.

Die nächste Ausgabe der Monatsrubrik erscheint Anfang November – ein Überblick über den Oktober 2026.

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